Zum Hauptinhalt springen

Google Fonts - Was ist der Grund für die Abmahnwelle?

Erstellt von Sophie Jakobs-Woltering |

Google mahnt immer häufiger Unternehmen ab, die Google Fonts auf Ihrer Webseite nutzen. Ihnen werden datenschutzrechtliche Verstöße wegen einer datenschutzwidrigen Einbindung von Google Fonts vorgeworfen. Schadensersatzforderungen von 100 Euro aufwärts sind dabei keine Seltenheit.

Doch was ist Google Fonts eigentlich? Was steckt hinter dieser Abmahnwelle? - Und vor allem: Läuft auch Ihre Webseite Gefahr, abgemahnt zu werden?

 

Im Jahr 2010 stellte Google das interaktive Verzeichnis an Schriftarten mit dem Namen Google Fonts vor. Dieses umfasst mittlerweile über 1000 verschiedene Schriftarten. Viele Unternehmen, Webdesigner und Blogger nutzen diese Schriftarten nur allzu gerne, da diese einerseits ein optisch ansprechbares Erscheinungsbild bieten und andererseits frei verfügbar sind.

Um jedoch Gebrauch von diesem Service machen zu können, gibt es zwei Möglichkeiten: Einerseits eine dynamische Einbindung oder andererseits eine statische Einbindung. 

Was ist eine statische oder eine dynamische Einbindung?

Bei einer statischen Einbindung werden die gewünschten Schriftarten heruntergeladen und auf dem eigenen Server wieder hochgeladen und gespeichert. Sobald es zur Nutzung dieser Schriftarten kommt, werden diese aus dem eigenen Speicher geladen. Somit gelten sie als Lokal eingebunden.

Bei einer dynamischen Einbindung hingegen werden die Google Fonts beim Aufruf von der eigenen Website von den Servern von Google geladen. Währenddessen werden die eigene IP-Adresse, Informationen über die besuchte Website, den Browser und auch das Betriebssystem an Google weitergeleitet, um eine Verbindung zu den Google Servern zu ermöglichen. Dementsprechend handelt es sich im Vergleich zu der statischen Einbindung nicht um eine lokale Einbindung, sondern um eine Art Remote Nutzung, weshalb private Daten übermittelt werden. 

Und warum wird nun abgemahnt? 

Viele Unternehmen haben von der dynamischen Einbindung Gebrauch gemacht, um Ressourcen auf ihren eigenen Servern zu sparen. Durch die Nutzung der dynamischen Einigung wurden jedoch private Informationen an Google und somit an die Server in den USA übermittelt. Dies hatte zur Folge, dass vielen Unternehmen vorgeworfen wurde, die personenbezogenen technischen Daten nicht ausreichend zu schützen. 

Nach einem neuen Urteil des Landesgerichts München sei dieses jedoch ohne die Einwilligung des Webseiten-Nutzers datenschutzwidrig und würde nach Artikel 6 Absatz 1 (a) der Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) die allgemeinen Persönlichkeitsrechte in Form von informationeller Selbstbestimmung verletzen. Die informationelle Selbstbestimmung umfasst das Recht, selbst über die Weitergabe von personenbezogenen Daten zu entscheiden.

Läuft Ihr Unternehmen auch in Gefahr, abgemahnt zu werden? 

Unser Team legt großen Wert auf den Schutz und die Sicherheit Ihrer Daten. Dementsprechend stellen wir auch bei der Verwendung von Google Fonts sicher, dass keine Ihrer Daten an Google oder Dritte übermittelt werden. Bei der Verwendung von dem Content-Management-System Typo3 ist die statische Einbindung automatisch hinterlegt. Die Verwendung der lokalen Methode ist laut Landesgerichts München datenschutzrechtlich betrachtet unbedenklich nutzbar. Somit müssen Sie sich keine Sorgen um mögliche Abmahnungen machen. 

 

 

 

Ihr Ansprechpartner

Sören Schaupeter ist als Frontend-Entwickler bei DNN vor allem auf die Entwicklung dynamischer Anwendungen sowie die Konzeption responsiver Websites und Shops mit Fokus auf elementaren Bereichen wie Layout und Usability spezialisiert.

Außerdem stellt er das projektübergreifende Qualitätsmanagement sicher und befasst sich verstärkt mit der Beurteilung von rechtlichen Rahmenbedingungen im IT- und Medienrecht.

 

Sören Schaupeter

soeren.schaupeter@dnn.ms
+49 251 982091 - 00

DNN wird Google Partner

Die nächste Auszeichnung ist da: Seit Mitte des Jahres sind wir offizieller Google Partner und haben somit unser Knowhow im Bereich Google Ads mehrfach unter Beweis gestellt.

Lesen

 



Wir stellen euch unser neues Büro in Münster vor

Der Umzug in ein neues, größeres Büro stand schon lange an. Im Januar haben wir den Schritt endlich gemacht und sind mit dem Startup und Tochterfirma clockin zusammen an den Rektoratsweg 36 gezogen. Wir zeigen euch unsere Räumlichkeiten.

Lesen

Wir nehmen uns Zeit für Sie. Lassen Sie uns über Ihr Unternehmen sprechen!

 

Kostenloses Erstgespräch vereinbaren

Jetzt WhatsApp senden!